PFEIL07.GIF (886 Byte)   E.ON Energie AG im Bereich Drygalski-Allee, München

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Das Grundstück der E.ON Energie AG im Bereich Drygalski-Allee / Boschetsriederstraße / Machtlfinger- / Kistlerhofstraße wurde seit den 20er Jahren als Standort für ein Imprägnierwerk für Strommasten aus Holz genutzt, wobei die Holzmasten mit Quecksilber-II-Chlorid-Lösung behandelt wurden. Zuletzt wurde das Areal von der Firma Niebler als Lager und Betriebsgebäude genutzt.
Im Jahr 2002 wurden auf dem Grundstück durch das Gutachterbüro Plan L & K GmbH in Abstimmung mit dem RGU und dem BDA Untersuchungen hinsichtlich der Quecksilberbelastungen durchgeführt. Aufgrund der Untersuchungen von Plan L & K stellte sich die Belastungssituation auf dem Grundstück hinsichtlich Quecksilber wie folgt dar:
Bausubstanz:
Im Bereich der Halle wurden stark erhöhte Gehalte an Mineralölkohlenwasserstoffe bis maximal 24.000 mg/kg an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bis 5 oder 10 mg/kg und an Quecksilber bis 1.200 mg/kg festgestellt.
Boden:
Die Bodenuntersuchungen ergaben im Bereich der zerstörten, bestehenden Imprägnierhalle sehr stark erhöhte Quecksilbergehalte bis maximal 6.500 mg/kg in den Oberflächenauffüllungen. Punktuell lagen die Quecksilbergehalte auch in Tiefen bis 18,00 m noch bei 25 mg/kg im Feststoff bzw. bei 0,06 mg/l im wässrigen Eluat.
Schöndorfer -  Abbruch - Rückbau - Demontage - Dekontamination - Altlastensanierung - Entsorgung - Recycling
Schöndorfer -  Abbruch - Rückbau - Demontage - Dekontamination - Altlastensanierung - Entsorgung - Recycling Auf Grundlage der Untersuchungen wurde ein Sanierungsziel mit 2 mg/kg im Boden und 1 µg/l im wässrigen Eluat festgelegt. Die dafür erforderliche Auskofferung bis zum Tiefenniveau ab 10,00 m unter Gelände sowie im Umgriff des erforderlichen Spundwandtroges wurden einvernehmlich über vorgezogene Beweissicherungs- untersuchungen festgelegt.
Schöndorfer -  Abbruch - Rückbau - Demontage - Dekontamination - Altlastensanierung - Entsorgung - Recycling Im Zuge der Sanierungsmaßnahme erfolgte der Abbruch der noch bestehenden Kyanisierungshalle und im Anschluss daran der Ausbau der Fundamente und der Bodenaushub bis auf eine Tiefe von -10,00 m. Auf diesem Niveau wurden Spundwände bis auf eine endgültige Tiefe von ca. -22,00 m eingerüttelt, die in einem Grundwasserstaurohr einbinden. Im Schutze dieses dichten Spundwandtroges wurden die Aushubarbeiten bis auf eine Tiefe von -20,00 m fortgesetzt. Dazu war es erforderlich, die vorhandenen Spundwände in zwei Ankerhorizonten zurückzuankern.
Die Gesamtaushubmenge innerhalb der Baugrube beträgt 65.000,00 m³. Davon werden ca. 45.000,00 to direkt verladen und in ein Zwischenlager nach Nürnberg abtransportiert. Die restlichen Mengen werden auf einem Zwischenlager auf der Baustelle in Halden zu ca. 500,00 to zwischengelagert, beprobt und nach der vorliegenden Analytik entweder auf dem Baugelände wieder eingebaut oder zu den festgelegten Entsorgungsstellen abtransportiert.
Die Baustellenlogistik wurde durch die Installation einer Baustellenwaage insofern vereinfacht, dass sämtliche Massen auf der Baustelle gewogen wurden und so die Massenströme lückenlos nachvollzogen werden können.
Schöndorfer -  Abbruch - Rückbau - Demontage - Dekontamination - Altlastensanierung - Entsorgung - Recycling Die Arbeiten wurden im Schwarzbereich ausgeführt. Sämtliche Baustellenfahrzeuge bzw. Transportfahrzeuge wurden beim Verlassen des Schwarzbereiches auf einer Reifenwaschanlage so gereinigt, dass eine Verschleppung in den Weißbereich ausgeschlossen werden konnte. Das Baustellenpersonal konnte die Baustelle nur über einen Schwarz-Weiß-Container betreten. Als persönliche Schutzausrüstung wurden gebläseunterstütze Vollmasken und Einweganzüge, die entsprechenden Handschuhe und Überschuhe vorgeschrieben. Die eingesetzten Geräte waren mit Filterkabinen ausgerüstet.
Geräte: Hydraulikbagger CAT 330 mit Filterkabine
Hydraulikbagger CAT 320 mit Filterkabine
Laderaupe CAT 963 mit Filterkabine
Radlader CAT 952 mit Filterkabine
Ausführungzeit: Oktober 2004 bis Juni 2005
Auftragssumme: 2.250.000,00 €
Auftragggeber:: E.ON Energie AG
vertreten durch E.ON Immobilien AG
Arnulfstraße 203 80634 München
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